Auf Grund gelaufen? Was tun
Zuletzt geprüft:
Schritt für Schritt
Auf Verletzungen prüfen
Ein plötzlicher Stopp kann Menschen durch das Boot werfen. Prüf alle an Bord und ruf bei Bedarf ärztliche Hilfe.[1]
Rettungswesten anziehen
Bring alle in eine Rettungsweste, während du herausfindest, was passiert ist.[2]
Auf Lecks prüfen
Prüf Rumpf und Bilge auf eindringendes Wasser. Wenn du Wasser machst, versuch das Leck abzudichten, schöpfe oder pumpe und ruf Hilfe (siehe unseren Ratgeber zu Wassereinbruch).[3][4][5][6]
Den Motor abstellen
Versuch nicht, dich mit Motorkraft freizufahren, besonders über Seegras oder Riff: Das kann den Meeresgrund und dein Boot schwer beschädigen.[7]
Den Antrieb prüfen
Bei Außenborder oder Z-Antrieb: Antrieb hochkippen und den Propeller auf Schäden prüfen.[8]
Tiefe und Tide prüfen
Scheint das Boot intakt, prüf mit einem Bootshaken die Tiefe rundherum. Vielleicht kannst du dich freidrücken, oder du musst warten, bis die Tide steigt.[9][10]
Nur unbeschädigt versuchen aufzuschwimmen
Wenn du den Motor hochkippen und aufschwimmen oder einen Kiel durch leichtes Krängen des Boots freibekommen kannst, tu das vorsichtig. Wenn nicht, ruf Hilfe.[11][10]
Hilfe rufen
Wenn das Boot nicht mehr seetüchtig ist oder fest aufsitzt, ruf über dein Seefunkgerät Hilfe. Bitte Boote in der Nähe um Unterstützung.[12][11][4]
MAYDAY, wenn Leben in Gefahr ist
Wenn das Boot sinkt, jemand schwer verletzt ist oder ein Leben in Gefahr ist, sende einen DSC-Notalarm und ein MAYDAY auf UKW-Kanal 16.[13][14]
Was du nicht tun solltest
- Versuch nicht, dich mit dem Motor von einem Riff oder Seegrasbett freizufahren. Das schädigt den Meeresgrund und dein Boot.[7]
- Ignoriere keine Verletzungen. Ein plötzlicher Stopp kann Menschen verletzen.[1]
- Versuch nicht weiter, dich freizufahren, wenn das Boot fest aufsitzt oder nicht seetüchtig ist. Ruf Hilfe.[12]
Vor dem Ablegen
- Vor dem Ablegen: Prüf den Wetterbericht und die Gezeiten.[15]
- Plane deinen Törn auf einer Seekarte und stell sicher, dass du überall genug Wassertiefe hast.[16]
- Halte gut Ausguck und fahr langsamer, wenn du dir über deine Position oder ein Seezeichen unsicher bist.[16][17]
- Hab einen Anker und eine Ankerleine dabei, die zu deinem Boot passen, damit du in der Nähe von Gefahren die Position halten kannst.[18]
Häufige Fragen
Was solltest du zuerst tun, wenn du auf Grund läufst?
Prüf alle auf Verletzungen, dann das Boot auf Lecks. Erst danach ans Freikommen denken.
Solltest du rückwärts freifahren, wenn du auf Grund läufst?
Nicht blind. NOAA rät, den Motor abzustellen und nicht zu versuchen, sich über Seegras oder Riff freizufahren. Prüf zuerst Propeller und Tiefe; vielleicht kannst du dich freidrücken oder auf die Tide warten.
Wann solltest du nach einer Grundberührung Hilfe rufen?
Ruf Hilfe, wenn das Boot nicht seetüchtig ist oder fest aufsitzt. Ruf MAYDAY, wenn du sinkst, jemand verletzt ist oder ein Leben in Gefahr ist.
Bringt mich die Tide wieder frei?
Oft. Vielleicht musst du warten, bis die Tide steigt. Prüf vor dem Ablegen die Gezeiten, damit du weißt, ob das Wasser steigt oder fällt.
Quellen
Die Quellen werden in ihrer Originalsprache zitiert.
- Department of Transport, Western Australia (2026-10-14): “Coming to a sudden stop can cause injuries. Check your passengers and call for medical assistance if necessary.”
- Transport Canada – Safe Boating Guide (TP 511E, 03/2026) (2026-10-14): “have everyone onboard put on their lifejacket”
- Department of Transport, Western Australia (2026-10-14): “check your vessel and make sure there are no leaks”
- Australian Maritime Safety Authority (AMSA) (2026-10-14): “Contact other vessels in vicinity to assist”
- Coastguard New Zealand (2026-10-14): “Locate the source of the leak if it’s safe to do so, try to plug it”
- Transport Canada – Safe Boating Guide (TP 511E, 03/2026) (2026-10-14): “if the boat is flooding, remove water by bailing or using the bilge pump”
- NOAA (2026-10-14): “If you run aground, turn off your engine and don’t try to motor off any grass beds or reef areas, as this can seriously damage the seafloor — and your boat.”
- Department of Transport, Western Australia (2026-10-14): “outboard or sterndrive powered, raise the leg and check for propeller damage.”
- Department of Transport, Western Australia (2026-10-14): “If the vessel appears serviceable, check the water depth by probing with a boat hook or getting over the side.”
- Department of Transport, Western Australia (2026-10-14): “You may be able to push the boat clear, but you may need to wait for the tide to rise.”
- NOAA (2026-10-14): “If you can’t raise your engine and float off or free your keel by heeling over a bit, call or use VHF radio to get assistance.”
- Department of Transport, Western Australia (2026-10-14): “If the boat is unseaworthy or hard aground, call for assistance over you marine radio.”
- Coastguard New Zealand (2026-10-14): “If your boat is sinking, someone is injured or life is in danger, immediately call VHF Channel 16 (the international maritime distress channel)”
- Maritime and Coastguard Agency (HM Coastguard) (2026-10-14): “Only to be used in the event of grave and imminent danger and assistance is required. Send a distress alert using digital selective calling (DSC), (press and hold the button until the alert is sent).”
- RNLI (2026-10-14): “Check the weather forecast and tide times.”
- Department of Transport, Western Australia (2026-10-14): “You can prevent grounding by: keeping a good lookout planning your trip using a nautical chart, making sure you will have enough water depth throughout”
- Department of Transport, Western Australia (2026-10-14): “slow down if you’re in doubt about your position or the meaning of a navigation mark or aid.”
- Transport Canada – Safe Boating Guide (TP 511E, 03/2026) (2026-10-14): “It’s important to have the right anchor and cable for your boat. If you don’t, strong winds and water can cause the anchor to drag and let your boat drift or run aground.”
Weitere Notfall-Ratgeber
Seenotrufnummern nach Land → So setzt du einen MAYDAY-Funkspruch ab → Notfallkarte zum Ausdrucken →